Die Manipulation bestimmt deinen Weg.

Jeden Tag sind wir der Manipulation ausgesetzt. Ob durch Menschen, Werbung oder auch durch Fake News. Oft geschieht dies unterbewusst. Man gibt sich der Versuchung hin, weil die emotionalen Bedürfnisse der Menschen angesprochen werden. Aber an welchen Ecken und Enden werden die Stellschrauben betätigt? Und welcher Zweck steht dahinter?

Mit Manipulation werden Menschen zu Dingen verleitet und getrieben. Ein gutes Beispiel ist die Werbung. Mit visuellen und akustischen Stilmitteln werden Reize angesprochen, die den Konsum von Produkten fördern. Reize werden bedient, Wünsche angesprochen und Sehnsüchte geweckt. Dabei wird so allgemein argumentiert, dass es für jeden zutrifft. Du möchtest eine Freundin? Kein Problem: kaufe doch dieses besondere Parfüm und schon liegen dir alle zu Füßen. Und wenn du säufst, hast du auf jeder Party Spaß. Sagt zumindest dieser Wodka da. Oder du kannst dich groß fühlen. Sagt zumindest der Captain, der auf einer Rumflasche abgebildet ist. Dies ist so unglaublich perfide wie genial. Aber moralisch sehr fragwürdig. Es gibt auch keinen Ausweg aus diesem Teufelskreis. Die ganze Wirtschaft ist darauf ausgelegt und dies geschieht auch teilweise mit noch unfaireren Mitteln. Hast du kein Geld für den Mercedes? Scheiß drauf, dann nimm einen Kredit. Dieser kann teilweise nicht abbezahlt werden und schon steht die Wirtschaftskrise im Haus. Die großen Haie im Business interessiert das eher weniger. Sie verdienen auch an Wirtschaftskrisen und schmieden neue Pläne, um ihren Tresor weiterhin zu füllen. Und alles durch Manipulation. Es werden unrealistische Ideale vermittelt, Trends geschaffen und Statussymbole gefördert. Es kommt immer mehr darauf an, was du ausstrahlst durch Produkte und Gegenstände. Nicht darauf was in dir steckt. Slogans wie: „Life tastes good (2001) und: „Mach dir Freude auf“ (2010) von Coca Cola  stützen diese These. Sie vermitteln diesen Lifestyle Aspekt und alle Probleme sind vom Tisch, solange man eine kalte Coke in der Hand hält. Klar sticht der Kundennutzen des Produkts heraus, aber zu welchem Preis?

Anhand dessen kann man ableiten, wie einfach Menschen zu manipulieren sind. Dies geschieht allerdings auch mit Nachrichten. Die Political Correctness steht im Vordergrund. Extremismus ist scheiße, aber man hat einen Sündenbock. Extremisten sind auch scheiße, aber nicht alles ist auf den ersten Blick so wie es scheint. Beispiel ISIS. Wir brauchen nicht diskutieren, was das für Armleuchter sind, die ihren Willen durchsetzen und dabei jede Form von Respekt, Würde und Moral über Bord werfen. Für Extremisten und Terroristen ist die Welt entweder Schwarz oder Weiß. Auch nur, weil sie in diese Richtung gedrängt werden. Niemand wird als Terrorist geboren. Man wird dazu erzogen, dazu gedrängt und es wird manipuliert. Fühlst du dich einsam und wärst gern der King? Kein Problem, dann töte einfach Menschen und bekomme im Jenseits 72 Frauen. Und woher haben die die Waffen? Von uns und von diesem „wundervollen“ Deutschland. Wir sind humanistische Kapitalisten. Andere ausbeuten, damit es einem selbst besser geht. Leid tut uns das ganze natürlich auch, sonst würden wir nicht spenden.

Im Prinzip wird das geglaubt, was andere einem vorleben und vorbeten. Ohne den eigenen Kopf einzuschalten. Wenn man bedenkt, dass Facebook die Hauptinformationsquelle in Sachsen ist, wird einem schlecht. Facebook ist ein soziales Netzwerk und kein Newsportal. Die Dummheit wird mit Löffeln gefressen und sogar herbeigesehnt. Wann kommt denn die nächste News über Flüchtlinge? Die besorgten Bürger brauchen neuen Zündstoff aufgrund von Lügen. Selbst Lügenpresse schreien, aber rechtspopulistische Lügen glauben. Journalisten werden in diesem Zusammenhang genauso in die Verantwortung gezogen wie die Bundesregierung. Wenn Manipulation so einfach wäre, warum nicht in Richtung Weltfrieden erziehen? Weil dann der Rubel nicht rollt und die Taschen der Lobbyisten leer bleiben. Das traurigste ist, dass man diese Menschen nicht mehr zur Vernunft bringen kann. Es wurde ein Weg eingeschlagen, der mehr als bedenklich ist. Jeder sollte seinen Weg gehen, frei von Manipulation und Vorurteilen. Aber das bleibt leider eine Utopie.

Christopher D. Schulz